Das perfekte Schnittmuster für ein T-Shirt

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Manchmal ist es doch wirklich nervig. Da besitzt man hunderte von Zeitschriften mit Schnittmustern, doch das Richtige ist nicht dabei. Eigentlich wollte ich nur einen ganz einfachen Grundschnitt für ein T-Shirt haben, doch dieses wollte sich in meiner Sammlung nicht finden lassen.
Aber wieso suche ich nach einer Vorlage, die am Ende möglicherweise mal wieder nicht perfekt sitzt, wenn mein Kleiderschrank mir viele Muster bietet, bei denen ich weiß, wie gut sie mir passen?
Um das Fazit vorweg zu nehmen: Es ist gar nicht schwer sich ein eigenes Schnittmuster aus einer Vorlage zu basteln, sofern diese nicht aus allzu vielen Einzelteilen besteht.

Los geht´s

Du benötigst:

  • Ein T-Shirt als Vorlage
  • Packpapier, Seidenpapier oder ähnliches für das Schnittmuster
  • Klammern oder Stecknadeln
  • Schere und Stift
  • Maßband
  • Ein Schneiderlineal ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig
  • Der Kater auf dem Bild ist optional aber sorgt für Bespaßung während des Zeichnens

Schritt 1: Shirt halbieren

Das Schnittmuster ist symmetrisch und wird im Bruch gezeichnet. Somit benötigen wir nur eine Hälfte.
Stecke dazu einen Ärmel von innen in den Anderen und lege dann alle Nähte und Kanten möglichst genau aufeinander. Zum Fixieren habe ich Stoffklammern benutzt.

Schritt 2: Konturen zeichnen

Am Ende besteht das Schnittmuster aus drei Teilen:

  • Vorderteil (im Bruch)
  • Rückenteil (im Bruch)
  • Ärmel

Man lege das Shirt also auf sein Papier und beginne zunächst damit, die Umrisse für das Rückenteil zu zeichnen. Da so ein Kleidungsstück (besonders wenn es schon einen Tag älter ist) selbstverständlich nie ganz perfekt liegen möchte, habe ich die Linien zunächst nur ganz dünn gezeichnet. So kann man sie später noch ein wenig überarbeiten.

Etwas schwieriger wird es bei den Ausschnitten für die Ärmel. Denn hier benötigt man die Nahtlinie, die unter dem Shirt auf dem Papier liegt.
Wie auf dem Bild gezeigt, muss man an dieser Stelle den Ärmel stückweise umschlagen, um zu sehen, wo sie lang geht.


Hat man die Umrisse des Rückenteils fertig gezeichnet, wird das Shirt umgedreht und das Vorderteil auf die gleiche Weise abgenommen.
In den meisten Fällen wird hier nicht nur die Ärmelnaht, sondern auch der Ausschnitt verdeckt sein. Auch an dieser Stelle muss der Stoff angehoben werden, um die Linien zu zeichnen.

Ärmel

Der Schnitt für die Ärmel muss nun in zwei Schritten abgenommen werden.
Zunächst legst du das Shirt wieder auf das Papier und zeichnest den Umriss des unten liegenden Ärmels ab.
An der oberen Kante deines Oberteils wird der zweite Teil des Ärmels angesetzt. Lasse hier also genügend Platz auf dem Papier.

Hat man eine Seite des Ärmels gezeichnet, wird das Shirt umgedreht und die andere Ärmelseite abgenommen.
Um am Ende eine Vorlage zu haben, die aus einem Teil besteht, werden die Ärmel an der Oberkante beim Zeichnen aneinander gelegt.



Es entsteht ein Schnittteil, das in etwa so aussehen sollte:

An dieser Stelle darf man sich kurz selbst loben, einen Kaffee holen und die Katze streicheln. Die Grundlagen für das Schnittmuster sind geschafft. Fertig sind wir allerdings noch nicht.

Schritt 2: Längen anpassen

Dummerweise bekommt man das mit dem Abzeichnen nie hundertprozentig genau hin. Also müssen wir dafür sorgen, dass die Kanten, die später aufeinander genäht werden, exakt die gleiche Länge haben.
Das wären in unserem Fall die Nähte an den Seiten und die an den Armausschnitten.
Sollten diese Längen nicht zueinander passen, verkürzt oder verlängert man die entsprechenden Linien der Zeichnung.

Hier ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt. An welcher Stelle genau verlängert oder verkürzt wird ist am Ende jedem selbst überlassen. Da bei mir das Shirt, das ich als Vorlage genutzt habe, recht eng und kurz ist, habe ich die Seitennaht des Vorderteils verlängert, um sie dem Rückenteil anzupassen. Bei einem anderen Oberteil hätte ich mich vielleicht eher entschlossen Längen zu kürzen.

Schritt 3: Schnittmuster testen

Ganz offenbar hatte ich einen mutigen Tag. Anstatt das neue Schnittmuster an einem Stück Reststoff zu testen, habe ich ganz optimistisch gleich den Guten genommen. An die offenen Kanten habe ich Bündchen genäht.

Glück gehabt, die Vögel können mit mir in den Frühling fliegen.


Nachdem die Sache mit dem T-Shirt so gut funktioniert hat, habe ich den Schnitt gleich noch in ein Kleid verwandelt.
Dafür habe ich die Länge des T-Shirts in etwa bis zur Taille gekürzt. Der untere Teil ist ein einfacher Glockenrock. Oberteil und Rock habe ich zusammen genäht und an der Naht mit Gummiband versehen.
Aus den Stoffresten gab es noch ein Band dazu, das als Gürtel über der Nahtstelle liegt.

2 Kommentare zu „Das perfekte Schnittmuster für ein T-Shirt

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