Schnittmuster für einen Schalkragen basteln

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Heute sollte mein Lieblingspullover-Schnitt einen Schalkragen bekommen. Sicherlich würde man in den Weiten des Internets auch ein fertiges Schnittmuster bekommen, nur weiß ich bei meinem Schnitt halt, dass er am Ende passt. Also eignete ich mir ein wenig gesundes Halbwissen zum Thema Kragen an und legte los.


Falls irgendwer gelernter Schneider ist und die Hände über dem Kopf zusammen schlagen möchte, möge er es tun. Funktionieren tut die folgende Vorgehensweise nämlich trotzdem.



Los geht´s

Zutaten:

  • Sweatshirt ohne Kragen
  • ca. 30 cm Stoff (passte bei 140 cm Breite bei mir gerade noch nebeneinander, bei einem weiteren Ausschnitt benötigt man die doppelte Länge)
  • Packpapier, Seidenpapier oder ähnliches für das Schnittmuster
  • Lineal (großes Schneiderlineal ist vorteilhaft), Stift, Schere



Schritt 1: Ausschnitt abzeichnen

Der Kragen soll die Rundungen des Ausschnittes nicht in irgendeine Richtung verziehen, sondern sich passend anschließen. Deshalb zeichnen wir ihn erstmal ab.

Zunächst zieht man eine Grundlinie auf dem Papier. Von dieser ausgehend zeichnet man unterhalb die Rundungen des vorderen und hinteren Ausschnittes ab.

  • Die Grundlinie markiert den höchsten Punkt, also die Schulterhöhe.
  • Der hintere Ausschnitt muss nur bis zur Hälfte gezeichnet werden, da der Kragen später im Bruch ausgeschnitten wird.
  • Um den vorderen Ausschnitt zu zeichnen muss das Oberteil schrittweise umgeklappt werden, das er bei den meisten Schnitten vom Rückenteil verdeckt sein wird.

Da die Sache mit dem Abzeichnen nie hundertprozentig genau ist, habe ich erstmal nur ein paar Markierungen gemacht. Die schwungvolle Linie kommt wenn beide Ausschnitte abgezeichnet sind.



Schritt 2: Höhe und Breite festlegen

Bei diesem Schritt habe ich den imaginären Zauberstab in die Luft gehalten und seine Anweisungen befolgt. Man könnte auch sagen, dass ich ohne weiteren Plan beschlossen habe, wie hoch und wie breit mein Kragen werden soll.

Höhe:

Der Zauberstab sagte, dass der Kragen hinten 15 cm hoch werden will. Diese habe ich von der hinteren Mitte aus abgemessen und auf dieser Höhe eine Parallele zur Grundlinie gezeichnet (wenn der Satz zu kompliziert ist, einfach das Bild oben anschauen).


Breite:

Auch auf dem Bild zu sehen ist, dass ich rechts eine senkrechte Linie eingezeichnet habe, die 6 am von der Schulter entfernt ist. An dieser Stelle soll der Kragen enden. Auch hier kann man sicherlich andere Werte nehmen, je nachdem, wie weit sich der Ausschnitt am Ende überlappen soll.



Schritt 3: Schräge einzeichnen

Nun muss noch dafür gesorgt werden, dass der Schnitt vorne spitz zuläuft. Dazu habe ich zunächst dünn eine Linie mit dem Lineal von der oberen Kante (ab Schulter) bis zu meinem Endpunkt gezogen. Anschließend habe ich diese Gerade in eine geschwungene Linie verwandelt- wieder nach Augenmaß und so, wie es mir an dieser Stelle sinnvoll erschien.

Das Ganze sah dann so aus:



Schritt 4: Ausschneiden und auf den Stoff übertragen

Hurra, der Papierschnitt ist nun fertig und darf ausgeschnitten werden.

Anschließend überträgt man das Muster nun auf den Stoff. An der linken Kante, also bei der hinteren Mitte, ist ein Bruch. Hier also den Stoff doppelt schneiden.

Der Kragen wird zweimal aus Stoff ausgeschnitten.



Schritt 5: Es darf genäht werden

Den Stoff rechts auf rechts legen und die obere Kante vernähen.

Der „riesige Schnurrbart“ möchte nun auf die schöne Seite gewendet, an den Ausschnitt geheftet und festgenäht werden.

Hilfreich ist es, wenn man vorher sowohl am Kragen als auch am Ausschnitt die Schultern, hintere und vordere Mitte markiert und diese dann passend aufeinander legt.

… und dann ist die Sache auch schon geschafft 🙂

Mich hat meine einfache Version für heute zufrieden gestellt. Sicherlich kann man nach Belieben die Nähte noch absteppen, einen Tunnelzug mit Kordel einfügen oder das Oberteil bügeln.

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