DIY Schnitt für ein Fledermaus-Shirt

~Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung~


Ein Oberteil, das nur aus zwei Teilen besteht, das in Rekordzeit genäht ist und das man sogar in der Öffentlichkeit anziehen kann? Ja, das geht. Und auch das Schnittmuster lässt sich nach eigenen Maßen ganz fix und easy basteln.

Los geht´s

Zutaten für das Schnittmuster:

  • Seidenpapier, Packpapier oder ähliches
  • Maßband
  • Großes Lineal
  • Stift und Schere

Schritt 1: Maß nehmen

Eine erste, grobe Skizze mit Maßen

Damit das Oberteil möglichst gut sitzt, messen wir erstmal halbwegs genau an unserem eigenen Körper folgende Maße nach:

Länge Schulter-Unterkante

Man lege den Anfang des Maßbandes auf seine Schulter und messe von dort aus die Länge, die das Oberteil später haben soll. Ob das nun bis zum Knie ist oder ob das Teil am Ende bauchfrei sein soll, ist da jedem selbst überlassen.

Mein Schnittmuster hat eine Länge von 50 cm. Dazu sei angemerkt, dass ich erstens ein Zwerg bin und zweitens das Oberteil verhältnismäßig kurz werden sollte. Um die Weite und die Falten, die ein solcher Schnitt verursacht, ein wenig aufzufangen, wollte ich ein relativ breites Bündchen unten an den Stoff nähen.

Untere Breite

An der Stelle, an der das Oberteil Enden soll, muss nun noch die Weite festgelegt werden. Am besten das Maßband einmal um die passende Stelle der Hüfte legen, noch ein paar Zentimeter Luft dazu rechnen (sofern es nicht hauteng sitzen soll) und den Wert durch vier teilen (teilt sich auf Vorder- und Rückenteil, die jeweils im Bruch gezeichnet werden).

Mein Schnitt hat hier 22 am Weite bekommen.

Mitte-Ärmellänge

Dieses Maß zu nehmen ist ein wenig kompliziert, wenn man keinen Helfer hat. Geht aber auch irgendwie- habe ich getestet.

Hierzu strecke man seinen Arm zur Seite aus und messe die Länge von der Körpermitte (also genau zwischen den Brüsten starten) bis zu dem Punkt seines Armes, an dem die Ärmel aufhören sollen.

Meine Ärmel sollten eine frühlingsmäßige dreiviertel Länge bekommen und später durch ein Bündchen noch um ein paar Zentimeter verlängert werden. Somit ergaben sich für mich 43 cm.

Armumfang

An der Stelle, an der die Ärmel aufhören sollen, muss der Armumfang gemessen werden. Hier dürfen auch gerne wieder 2-3 cm Luft hinzu gerechnet werden. Die Hälfte des so errechneten Wertes ist die, die später eingezeichnet wird.
Ich kam hier auf 11 cm.

Ausschnitt

Zuletzt sollte man sich noch darüber Gedanken machen, wie breit der Ausschnitt werden soll. Wir brauchen die Halbe Länge dieses Maßes, weil wir das Schnittmuster ja im Bruch zeichnen.


2. Maße in ein Schnittmuster verwandeln

Mit den Maßen und der Fähigkeit rechte Winkel zu zeichnen, lässt sich das Ganze recht einfach zu Papier bringen:

  • Ich habe zuerst die Linie „Mitte-Armlänge“ gezeichnet und von dieser ausgehend die anderen bunten Linien.
  • Für den Abstand zwischen der Linie in lila und der in rot habe ich aus dem Bauch heraus 10 cm veranschlagt. Man kann Ausschnitt und Ärmel auch auf eine Höhe legen, dann hat man mehr „Fledermaus-Effekt“- also Falten unter den Ärmeln.
  • Für den groben Umriss habe ich anschließend die schwarz gestrichelten Linien eingezeichnet.

Selbstverständlich möchte so ein Oberteil eher aus geschwungenen Linien bestehen. Also zeichne man mutig bei Ausschnitt und unter dem Ärmel die Rundungen so ein, dass das eigene Auge zufrieden ist. Auch die Verbindung zwischen Schulter und Ärmel habe ich ein wenig in Wellenform gebracht.


… und schon ist das Schnittmuster fertig.
Vorder- und Rückenteil sind im Prinzip gleich. Man kann beim Vorderteil noch den Ausschnitt weiter nach unten ziehen (tat ich im Endeffekt auch).


3. Es darf genäht werden

Selbstverständlich wollte ich mein neues Werk auch direkt ausprobieren. Dazu habe ich einfach das Schnittmuster zweimal im Bruch auf Jersey übertragen. Für die Abschlüsse an den Ärmeln, der Unterkante und dem Ausschnitt habe ich Bündchen benutzt (ohne genaue Maße einfach drauf los).


Ich wollte schon lange etwas aus diesem Stoff machen. Mir kam nur vorher immer der Gedanke, dass Oberteile mit solch einem Muster schnell aussehen können, als wenn sie aus einem Geschäft für Frauen gesetzteren Alters sind. Durch die Kombination mit dem Bündchen hat das Ganze wieder einen sportlicheren Touch und zumindest ich bin der Meinung, dass ich so nicht um 40 Jahre gealtert wirke.


Meine Ärmel würden übrigens ein paar Zentimeter kürzer als geplant. Daran war nicht das Schnittmuster schuld, sondern der Stoff, von dem einfach nicht mehr genug vorhanden war.

Fertig 🙂


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