Neuer Glanz im Garten- Teil 1: Die Terrasse

Frühling, Sonne und zwei Wochen Urlaub. Zeit den Garten auf Vordermann zu bringen und endlich mein schon lange angedachtes Projekt umzusetzen: Eine zweite Terrasse im hinteren Teil meines kleinen Stadtgartens. Da wo vorher Kompost und Hochbeete standen (das doofe Gemüse wächst bei der Sonne zwischen den vielen Häusern eh eher mäßig) soll nun meine Wenigkeit den kommenden Sommer genießen können.

Gemäß meines Naturells eignete ich mich also eine gesunde Portion Halbwissen zum Thema Terrassenbau an, krempelte die Ärmel hoch und legte einfach mal los…

Schritt 1: Grundbedingungen herstellen

Am Anfang war die Arbeit…
Die ersten zwei Tage waren mal wirklich anstrengend. Kompost und Hochbeete abbauen, alles sieben (die gute Erde solle ja schön hier bleiben) und anschließend den Boden halbwegs unkrautfrei machen. Schöne Grüße an Giersch, Wilden Wein und Efeu an dieser Stelle

Ganz wichtig: Nachdem man diesen Schritt geschafft hat, stelle man sich einen Stuhl hin, beglückwünsche sich selbst und trinke ein Glas Wein. Denn schließlich war dies erst der Anfang.


Schritt 2: Form und Art der Terrasse

Da ich in einer Mietwohnung wohne, wollte ich einen Sitzplatz bauen, der notfalls wieder entfernbar ist. Ein Unterbau aus Beton war also schon mal raus- auch wenn ich zu gerne damit rumexperimentiert hätte. Zudem sollte es einigermaßen kostengünstig, für meine handwerklichen Fähigkeiten realisierbar und mit einer Oberfläche aus Holz verbunden sein.
Somit kam ich zu dem Schluss das Ding auf Paletten zu bauen. Und zwar so, dass man die Paletten am Ende nicht mehr sehen kann. Ich habe mittlerweile wirklich genug von diesen diversen Palettenmöbeln.
Schraubt man vier von diesen Teilen aneinander, sichert sie untenherum mit Gummimatten gegen die Feuchtigkeit und legt ein paar Gehwegplatten zwischen Erde und Palette, sollte das meiner Meinung nach funktionieren wenn man keinen Bau für die Ewigkeit plant.

Mir kam aber der Zufall zu Hilfe. Meine Nachbarn wollten Teile eines Stahlpodestes auf den Sperrmüll werfen. Somit war die Idee mit den Paletten schnell verworfen und dieses Teil landete in meinem Garten.


Schritt3: Ölen, schrauben und ölen

Das Stahlgerüst habe ich dann halbwegs gerade ausgerichtet („halbwegs“ funktioniert in diesem Zusammenhang gut, weil eine Terrasse ja ein leichtes Gefälle benötigt), mit Unkrautvlies unterfüttert und Balken als Unterkonstruktion verschraubt.


Die Balken und das Holz, die im nächsten Schritt für die eigentliche Terrasse benutzt werden, habe ich übrigens vorher an allen Stellen, die später nicht mehr erreichbar sind, geölt. Diesen Gefallen sollte man dem Holz dringen tun.

Im 90° Winkel zur Unterkonstruktion verschraube man dann seine Terrassendielen auf der Unterkonstruktion (mit Mut und Spax-Schrauben ganz einfach). Vorne, hinten und an den Seiten darf auch gerne noch eine der Dielen als Abschluss angebracht werden.


Schritt 4: Kleinkram

Wenn man nun noch eine Handkreissäge besitzt (oder freundlich seinen Nachbarn anlächelt) um die überstehenden Kanten zu sägen und die Holzdielen fleißig ölt und schleift, ist das Ergebnis schon gar nicht mal schlecht.

Nun folgt noch etwas Kleinarbeit: Da das Podest vorne einen kleinen Überstand hat, habe ich es mit Yton-Steinen gesichert. Da ich um die Terrasse herum eine wilde Blumenwiese haben möchte, gab es noch drei Trittsteine als Weg, der zu,m neuen Sitzplatz führt.

Trittsteine legen ist auch nicht so schwer: Passendes Loch ausbuddeln, Boden verdichten (professionell mit einem Betonstampfer, in meinem Fall mit einem dicken Stein in der Hand), 5 cm Sand/Kies in das Loch, Stein reinlegen, Erde mit viel Wasser einschwemmen und anschließend drauf springen um zu schauen ob der Stein kippelfrei liegt.



Schritt 5: Deko

Die für mich schönste Belohnung war an dieser Stelle gekommen: Ich durfte meine Terrasse endlich dekorieren. Eine neue Liege, ein alter Stuhl und ein Outdoor-Teppich machten einen guten Anfang.

Nur war die alte Wand im Hintergrund halt immer noch nicht schön. Also begab ich mich auf die Suche an Dingen, die ich in Haus und Garten noch herumliegen hatte…

… und fand den alten Pflanztisch, diverse „Gartenabfälle“, das Kräuterregal (einfach mal Löcher in den Boden bohren und schauen was wächst) viele Töpfe, einen kleinen Apfelbaum und Brombeeren, die bestimmt gerne durch das Gestell wachsen wollen.

So weit habe ich mein neues Plätzchen schon sehr lieb gewonnen. Außen herum muss die Blumenwiese noch wachsen 🙂

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