Oberteile+Rock= Frühlingskleider

~Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung~


Passiert dem nähenden Menschen ständig: Ideen im Kopf, aber unter den tausenden Schnittmustern findet sich nicht das Richtige. Aus einer solchen Not geboren entstanden an diesem Wochenende bei mir zwei Kleider, indem ich vorhandene Schnitte miteinander kombiniert habe.


Los geht´s

Kleid 1:



Man nehme

  • Schnitt für ein Sweatshirt. Die Ärmel einfach passend verkürzen.
  • Schnitt für einen einfachen, schlichten Rock. Dies sollte ein eher eng anliegendes Modell sein. Das lässt sich einfach selbst herstellen, wie man z.B. hier nachlesen kann.
  • Für den Durchzug zwischen Oberteil und Rock einen Stoffstreifen mit 4 cm Breite, die Länge ist bei mir der untere Umfang des Oberteils minus 10cm.
  • Eine Kordel oder einen weiteren, langen Stoffstreifen mit 4 cm Breite, aus dem das Band genäht wird.

Kleid 2:



Man nehme

  • Schnitt für ein Oberteil mit Fledermausärmeln
  • Schnitt für einen einfachen, schlichten Rock. Dies sollte ein eher eng anliegendes Modell sein. Das lässt sich einfach selbst herstellen, wie man z.B. hier nachlesen kann
  • Für den Durchzug zwischen Oberteil und Rock einen Stoffstreifen mit 4 cm Breite, die Länge ist bei mir der untere Umfang des Oberteils minus 10cm.
  • Eine Kordel oder einen weiteren, langen Stoffstreifen mit 4 cm Breite, aus dem das Band genäht wird.


Beide Kleider werden im Grunde auf die gleiche Weise genäht:

  1. Oberteil wie gewohnt zusammen nähen. Die Ärmel vom Sweatshirt sind natürlich recht weit. Hier habe ich am Ende ein Gummiband eingezogen. Der untere Saum bleibt vorläufig so wie er ist.
  2. Rock an den Seiten zusammen nähen, den unteren Saum einschlagen und steppen.
  3. Beide Enden des Stoffstreifens für den Durchzug nach innen schlagen und festnähen. Dann den Streifen längs in der Mitte falten. (Bin kein Fan von bügeln, aber in diesem Fall ist das mal wirklich hilfreich. Da der Streifen bei mir aus Jersey war, hatte er großen Spaß daran sich aufzurollen.)
  4. Oberteil und Rock wollen nun rechts auf rechts passend aufeinander gelegt werden. Es ist nicht dramatisch, wenn die Längen nicht genau gleich sind (sofern die Stoffe elastisch sind). Durch den Tunnelzug wird am Ende eh alles ein wenig gerafft. Also macht es nichts, wenn sich eines der Teile schon beim Nähen ein wenig dehnen muss.
  5. Nun wird es fummelig: Zwischen den beiden Teilen muss der Stoffstreifen gleichmäßig verteilt werden. Dazu habe ich vorne in der Mitte zwischen den Enden des Streifens ca 3 cm Platz gelassen (hier kommen ja später die Bänder raus). Wenn man den Streifen vorne passend fest heftet, dann die Mitte des Streifens mit der hinteren Mitte von Rock und Oberteil übereinander legt, lässt sich der Rest halbwegs „komfortabel“ feststecken. Anschließend mit der Nähmaschine alle vier Schichten (Oberteil, beide Kanten des Streifens und Rock) vernähen.


Wer nun eine passende Kordel besitzt hat Glück und kann sie einfach durch den Tunnelzug ziehen. Fällt einem das am Samstag Abend ein, nimmt man den längeren zurecht geschnittenen Stoffstreifen und faltet längs beide Seiten zur Mitte und dann übereinander (also so falten, wie ein Schrägband). Anschließend einmal mit der Nähmaschine drüber steppen und schon ist das Band fertig und kann durch den Tunnel gezogen werden.

Und dann kann der Frühling auch schon kommen…

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