Pullover wird rückenfrei

Hurra, es ist so weit. Ich habe den fertigen Schnittmustern den Kampf erklärt. Die haben mich genug geärgert, indem sie nur zu selten so passen wollten, wie geplant. Nach vielen Stunden mit meinem Laptop, einem Programm zur Schnittkonstruktion und dazu passenden Büchern, habe ich es geschafft meinen ersten Schnitt komplett selbst nach meinen Maßen zu erstellen und das Ergebnis kann sich sogar sehen lassen (so zumindest meine subjektive Einschätzung).

Um einen solchen Pullover zu nähen, ist dieser ganze Aufstand allerdings nicht unbedingt nötig. Als Grundlage reicht ein Schnittmuster für einen einfachen Pullover.


Los geht´s

Der einzige Teil des Schnittmusters, der maßgeblich verändert wird, ist das Rückenteil. Man nehme sich also einen großen Bogen Papier und zeichne das komplette Rückenteil (nicht im Bruch, sondern beide Seiten) auf.


Was anschließend passiert, habe ich versucht auf dem Bild darzustellen.

  • Wenn man die hintere Mitte senkrecht und die Taillenlinie, also die schmalste Stelle, waagerecht einzeichnet, ergibt sich der Punkt, an dem sich später die beiden Schnittteile für den Rücken kreuzen.
  • Die Breite der Schultern habe ich in etwa um die Hälfte reduziert. Dabei sollte man bedenken, dass man dies am Vorderteil später genauso machen muss.
  • Von der unteren Kante des Rückenteils habe ich an den Seiten ca. 5 cm Höhe abgemessen.



Hat man diese Punkte markiert, zeichnet man eine möglichst elegant geschwungene Linie von der Ausschnittkante zur Seitenlinie. Und dann ist die Vorlage auch schon fertig.
Damit die beiden Schnittteile am Ende möglichst gleich sind, suche man sich die besser gelungene Hälfte aus und schneide diese dann aus dem doppelt gelegten Stoff aus, sodass sich zwei spiegelverkehrte Teile ergeben.


Und so wird genäht


Der Zusammenbau beim Nähen funktioniert fast so, wie beim normalen Pullover. Aber nur fast.
Zuerst werden die Schulternähte geschlossen. Danach muss als erstes die lange Kante, die später den Rücken- und den vorderen Ausschnitt bildet, versäubert werden. Das funktioniert nämlich nicht mehr, wenn Vorder- und Rückenteil an den Seiten schon geschlossen sind.
Anschließend kann man die Ärmel einsetzen und die Nähte an den Ärmeln und an den Seiten schließen. Dabei ist zu beachten, dass sich die beiden Rückenteile im unteren Abschnitt überlappen. Wenn alles gut läuft, sollte man auf den letzten 5 cm an den Seiten also drei Schichten Stoff liegen haben.

Durch den großen Ausschnitt wird das Oberteil nun bei den meisten Menschen von den Schultern rutschen. Das möchte man natürlich gerne vermeiden. Aus diesem Grund habe ich aus dem Stoff des Pullovers zwei schmale ca. 50 cm lange Streifen genäht. Auf welcher Höhe diese angebracht werden, entscheidet man am besten, wenn man das Oberteil an hat. Einfach die Bänder mit Klammern befestigen und schauen auf welcher Höhe sie sinnvoll und hübsch erscheinen.
Die Bänder dann innen an der Ausschnittkante möglichst unauffällig festnähen. verknoten….

…und dann ist die Sache auch schon erledigt 🙂

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