Shirt- mit und ohne Kragen

Wie warm wird es heute? Hat meine Freundin die Heizung angemacht? Trinken wir draußen Glühwein oder gehen wir in die Kneipe?
Weltbewegende Fragen, die immer gerne dazu führen, dass man nicht weiß, was man anziehen soll.
Beim Nähen meines Oberteils war ich mir nicht sicher, ob es einen Kragen bekommen soll oder nicht. Also dachte ich mir, dass es hübsch wäre, wenn beides möglich ist. Ein paar Gedanken und Nadelstiche später kann ich sagen: „Ja, das geht.“ Von daher folgt nun das Ergebnis meines kleinen Experiments. Der abnehmbare Kragen für einen Pullover.


Los geht´s


Zutaten:

  • Fertig genähtes Oberteil
  • Stoff vom Oberteil- In meinem Fall mit den Maßen 90x30cm
  • 3-5 kleine Knöpfe
  • Dünnes Gummiband
  • Nadel und Faden
  • Schneiderpuppe (ist zumindest sehr vorteilhaft)


Zunächst das rechteckige Stück Stoff längs in der Mitte falten, die rechte/schöne Seite liegt innen. Die lange und eine der kurzen Kanten vernähen, den Stoff wenden und die Ecken ausformen. Dann die offenen Kanten nach innen schlagen und die Seite absteppen. Wenn man die Nähte dann noch einmal mit dem Bügeleisen in die richtige Richtung weist, ist das Grundgerüst für den Kragen auch schon fertig. Der Rest ist Handarbeit (versuche ich eigentlich gerne zu vermeiden, aber in diesem Fall hat es sogar Spaß gemacht).

Ich habe meiner Puppe den Pullover angezogen und den Kragen dann so lange hin und her geschoben, bis mir die Position gefiel. Zu beachten ist im Prinzip nur, dass sich Kragen und Oberteil ein paar Zentimeter überschneiden.

Nun kennzeichnet man die Stellen, an denen der Ausschnitt des Oberteils unter dem Kragen endet, mit je einer Nadel. An diesen Stellen wird das Shirt später befestigt. Das habe ich zuerst an drei Stellen gemacht: an den beiden Schulternähten und an der hinteren Mitte. Beim ersten Tragen habe ich dann festgestellt, dass mein Kragen noch etwas mehr Halt benötigt. Deshalb habe ich hinten noch zwei weitere Befestigungspunkte hinzugefügt.


An den Stellen, an denen nun die Nadeln sitzen näht man nun je einen Knopf von unten am Kragen fest.


Der Pulli bekommt auf der passenden Höhe eine kleine Schlaufe aus dem Gummiband (kann man auf dem Bild auch erkennen, wenn man ganz genau hinschaut). Die Schlaufe lässt sich unauffällig an der Nahtzugabe innen befestigen.
Nimmt man den Kragen ab, verziehen sich die Schlaufen bei meinem Schnitt von ganz alleine in das Oberteil zurück. Wenn sie das nicht tun sollten, muss man beim Anziehen beachten sie nach innen zu schlagen- oder man misst etwas genauer als ich und schafft es so, dass sie von Anfang an von außen nicht sichtbar sind.

Zum Endspurt kommen Nadel und Faden ins Spiel. Mit ein paar unauffälligen Stichen wird der Kragen vorne, an der Stelle, an der er sich überschneidet, zusammengenäht.


Und fertig ist das Allwettershirt 🙂

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