Stoffe mit Freezer-Papier bedrucken

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Was wäre es schön, wenn ich meine Stoffe nach Lust und Laune bedrucken könnte. Dummerweise sind Schneideplotter und Transferpresse keine günstigen Anschaffungen. Das Experiment mit der Transferfolie lief bestenfalls mittelmäßig, der Versuch Bilder mit Hilfe von Lavendelöl auf den Stoff zu bringen war sogar mehr als unterirdisch.
Somit hatte ich den Gedanken in die hinterste Ecke meines Kopfes verbannt- bis ich eher zufällig auf verschiedene Anleitungen für selbstgemachtes Freezer Papier stieß. Vielen Dank dafür! Denn, um es direkt vorweg zu nehmen, das funktioniert tatsächlich super.


Was ist das und wozu braucht man das?


Freezer Papier ist ein Papier, das auf einer Seite mit einer Folie überzogen ist. Angeblich packen die Amerikaner damit gerne ihr Fleisch ein (keine Ahnung, ob das nun wirklich stimmt). Wenn man Stoff bedrucken möchte, hat diese Folie den Vorteil, dass sie beim Bügeln schmilzt. So hat man eine Schablone, die fest auf dem Stoff klebt. Da kann nichts verrutschen und die Farbe läuft auch nicht unter den Rand. Hat man sein Kunstwerk fertig bemalt, lässt sich das Papier ganz einfach wieder vom Stoff lösen.


So kommen die Vögel auf die Jacke

Zutaten:

  • Backpapier
  • Frischhaltefolie
  • Papier mit hübschem Motiv
  • Stoff
  • Schere, Cutter und/oder Skalpell
  • Bügeleisen
  • Textilfarbe
  • Pinsel


Beim Motiv ist zu bedenken, dass man es ausschneiden muss. Die hübschen Vögel, die ich mir ausgesucht habe (Bild von Gordon Johnson auf Pixabay), fand ich da schon recht herausfordernd.

Man lege auf sein Bügelbrett zuerst Backpapier. Darauf folgen eine Lage Frischhaltefolie und dann das Bild mit dem Motiv nach oben. Bei mir liegt auf dem Bild noch eine Schicht Frischhaltefolie, aber das war bei genauerer Betrachtung überflüssig.
Das Ganze deckt man mit einem weiteren Bogen Backpapier ab.

Anschließend wird gebügelt. Und zwar so lange, bis Papier und Folie miteinander verschmolzen sind.


Nun darf man sich kurz darüber freuen, dass man schon an dieser Stelle das Freezer-Papier erfolgreich (hoffentlich) hergestellt hat.


Es folgt der Teil, den ich eher anstrengend fand: Mit Cutter und Nagelschere bewaffnet muss das Motiv möglichst ordentlich ausgeschnitten werden.


Nun kommt die Folie auf den Stoff. Ich war total mutig. Da lag seit Ewigkeiten eine halb fertige Jacke in meinem Schrank. Die habe ich in meinem grenzenlosen Optimismus direkt für den ersten Versuch benutzt. Im Normalfall würde ich den Stoff an dieser Stelle schon ausschneiden, um die passende Stelle für das Motiv zu finden. Nähen sollte man aber sicherheitshalber erst nach dem Druck.

Freezer-Papier mit der Folie nach unten auf den Stoff legen. Mit Backpapier abdecken und so lange bügeln, bis das Motiv auf dem Stoff klebt.


Es darf „gedruckt“ werden. Drucken heißt in diesem Fall, dass man sich mit Pinsel und Textilfarbe bewaffnet, um die Schablone auszumalen. Ich habe mich für die vorsichtige Version entschieden und fleißig getupft. Kann mir vorstellen, dass das Papier gut genug klebt um auch saubere Ränder zu bekommen, wenn man die Farbe mit dem Pinsel „in Streifen“ drüber streicht.


Die Farbe ein wenig antrocknen lassen und dann das Papier einfach vom Stoff abziehen. Meistens (oder sogar immer?) müssen die bemalten Stellen noch einmal mit dem Bügeleisen bearbeitet werden, um die Farbe auf dem Stoff zu fixieren.

Und fertig 🙂

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