Kapuze konstruieren

Es kann passieren, dass ein Oberteil- oder in meinem Fall ein Kleid- dringend danach schreit eine Kapuze zu bekommen. Blöd, wenn das Schnittmuster dies nicht vorsieht. Aber auch kein größeres Problem. Man bewaffne sich mit Papier, Stiften, Lineal und Maßband oder einem Computer mit entsprechendem Zeichenprogramm und zeichne in wenigen Minuten eine Kapuze, die zum Ausschnitt des Oberteils passt.


Los geht´s


Zunächst brauchen wir zwei Maße: Die Höhe und die Breite der Kapuze.
Diese werden, wie auf der Zeichnung abgebildet, gemessen. Der Wert, mit dem das Schnittmuster erstellt wird, beträgt jeweils die Hälfte der gemessenen Längen!
Es sollte bedacht werden, dass man in den wenigsten Fällen eine Kapuze basteln möchte, die hauteng am Kopf anliegt. Es macht also Sinn hier nach Bauchgefühl ein paar Zentimeter oben drauf zu legen.


Und dann darf auch schon gezeichnet werden. Wir brauchen neben den beiden Maßen noch die Ausschnittskanten für Vorder- und Rückenteil aus dem Schnittmuster.


Für das Grundgerüst habe ich zuerst den vorderen und den hinteren Ausschnitt nebeneinander gezeichnet (1). Von der vorderen Mitte aus habe ich die gemessene Höhe senkrecht abgetragen (2) und anschließend die schwarzen, gestrichelten Linien als Hilfslinien eingezeichnet.


Ausgehend von diesem Grundgerüst versucht man dann eine hübsch geschwungene Linie zu zeichnen, die halbwegs die Form eines Hinterkopfes ausweist und zudem die gewünschte Breite (3) mitbringt.


Die „harte Ecke“ an der Schulter (K2) kam mir etwas unschön vor. Die Stelle habe ich noch ein wenig abgerundet.


Nun könnte man an dieser Stelle schon stolz auf sich sein und los nähen. Ich wollte meine Kapuze aber gerne so haben, dass sie sich vorne ein Stück weit überlappt. Also musste der Schnitt noch ein wenig erweitert werden:

Dazu habe ich die zweite Hälfte des vorderen Ausschnittes eingezeichnet. Alles, was von hier aus weiter nach links geht, überschneidet sich später. In meinem Fall habe ich in etwa bis zur Hälfte gezeichnet.

Eine hübsch geschwungene Linie später, ist das Schnittmuster dann auch fertig. Damit beim Nähen später alles seinen Platz findet, ist es hilfreich sich die vordere Mitte und den Schulterpunkt zu markieren.


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